Klassenfoto Klasse 10

10, Klassenlehrer(in) Patricia Staron, Marcus Gießbach

Studienfahrt der Klasse 10 nach Straßburg und zur Ligne Maginot

Im Rahmen der Vernetzten Unterrichtseinheit „Neue Wege suchen“ besuchten die 29 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 unserer Werkrealschule im Herbst 2017 das EU Parlament in Straßburg.
Dort erhielten sie, nach zunächst strengen Einlasskontrollen, eine Führung, bei der sie zunächst über die Grundidee und die Erfolge, Probleme und Herausforderungen der EU informiert wurden.
Anschließend besichtigten sie den Plenarsaal und erfuhren vieles über die Aufgaben des Parlamentes, die Arbeit der Abgeordneten und welche Grundgedanken der Architektur des Gebäudes, der Sitzordnung der Parlamentarier und den Gepflogenheiten des EU Parlamentes zu Grunde liegen.

Nach dem Besuch im Parlament traten die 29 Jugendlichen eine Reise in die Vergangenheit an. Sie besichtigten das Fort Schoenenburg, welches ein Bestandteil der Ligne Maginot war. Diese war nach dem Ersten Weltkrieg errichtet worden, um eine Invasion gegnerischer Truppen nach Frankreich aufhalten, bzw. zumindest verzögern zu können.
Die Schülerinnen und Schüler wurden in einer 2 ½ stündigen Tour durch die Anlage geführt und bekamen so einen intensiven Eindruck von der Größe der Anlage und den baulichen Besonderheiten. Besonders bedrückend empfanden sie die Vorstellung, mehrere Stunden / Wochen oder gar Monate in dieser Anlage leben zu müssen, wissend, dass draußen ein Krieg tobt und der Bunker unter Beschuss steht.
So hatte im Ernstfall nicht einmal jeder Soldat ein eigenes Bett, die Betten teilten sich die drei Schichten, teilweise durften die Soldaten nicht einmal ihren Posten verlassen und mussten mit Hängematten in den Gängen vorlieb nehmen.
Auch der unerträgliche Lärm, der Geruch und das damit verbundene beklemmende Gefühl konnten während des Rundganges sehr intensiv nachempfunden werden.

Am Abend erzählten die Schülerinnen und Schüler von ihren Eindrücken und Gedanken und erkannten, dass ein friedliches Europa mit dem Grundgedanken einer Zusammenarbeit innerhalb der EU der bessere Weg ist, als ein feindliches Gegenüberstehen, bei dem das einzige Ziel ist, sein Gegenüber zu vernichten. Sie stellten auch fest, dass die Arbeit in der EU bestimmt nicht immer einfach ist, aber dass die EU nur eine Zukunft hat, wenn künftige Generationen sich engagieren und von ihrem Wahlrecht gewissenhaft Gebrauch machen.
Am nächsten Tag traten die Schüler mit ihren Klassenlehrern Herr Gießbach und Frau Staron nach einem Besuch der Innenstadt von Straßburg die Heimreise nach Spaichingen an.

Impressionen von der Studienfahrt

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