Klassenfoto Klasse 10

10 WRS, Klassenlehrer M. Gießbach und P. Staron

Wer braucht schon die EU? - Na wir!

Im Rahmen der Vernetzten Unterrichtseinheit „Neue Wege suchen“ machten sich unsere Zehntklässler der Werkrealschule im Oktober auf den Weg nach Straßburg, um dort vertieft in die deutsch-französische Geschichte einzutauchen.

Die erste Station führte die Jugendlichen zum Fort Schoenenburg welches ein Bestandteil der Ligne Maginot war. Diese war nach dem Ersten Weltkrieg errichtet worden, um eine Invasion deutscher Truppen nach Frankreich aufhalten, bzw. zumindest verzögern zu können. Die Schülerinnen und Schüler wurden in einer 2 ½ stündigen Tour durch die Anlage geführt und bekamen so einen intensiven Eindruck von der Größe der Anlage und den baulichen Besonderheiten.

So hatte im Ernstfall nicht einmal jeder Soldat ein eigenes Bett, die Betten teilten sich die drei Schichten, teilweise durften die Soldaten nicht einmal ihren Posten verlassen und mussten mit Hängematten in den Gängen vorliebnehmen.

Am Montag besuchten die Schülerinnen und Schüler eine weitere Stätte einer sehr dunklen historischen Epoche – es ging in die KZ Gedenkstätte Natzweiler-Struthof, mit der sich die Klasse auch schon im Vorfeld im Unterricht befasst hat und die einen direkten Bezug zu Spaichingen hat. Der mehrstündige und sehr informative Rundgang vermittelte einen beklemmenden Eindruck vom Alltag und Leiden der Inhaftierten.

Beim Abendkreis tauschten sich die Schüler über ihre Eindrücke und Empfindungen aus und waren sich einig, dass so etwas nie wieder geschehen dürfe. Sie erkannten anhand dieser Reise in die Vergangenheit mit den Gräueltaten und Kriegsschauplätzen, wie tief die Feindschaft in Europa gewesen ist. Umso mehr begriffen sie, dass dieser dauerhafte Frieden, der vor allem auch durch die Europäische Union entstanden ist, ein kostbares Geschenk ist, das es zu bewahren gilt.

Mit dem Blick in die Gegenwart begann der dritte Tag der Studienfahrt. Die Zehntklässler wurden vom Europaabgeordneten Dr. Schwab im Parlament begrüßt. Dort erhielten sie, nach zunächst strengen Einlasskontrollen, eine kurze Einweisung in das Parlament und seine Aufgaben durch einen Mitarbeiter des Abgeordneten.

Anschließend durften sie bei einer Sitzung des Parlamentes zuschauen und konnten live miterleben, wie dort die Abläufe sind und wie Abstimmungen ablaufen. Über Kopfhörer war es möglich das Geschehen auf Deutsch zu verfolgen. Nach der Plenarsitzung nahm sich Dr. Schwab noch eine halbe Stunde Zeit für die Zehntklässler und beantwortete ihr zahlreichen Fragen.

Nach dem Besuch im Parlament ging es zurück in Richtung Heimat.

Impressionen von der Studienfahrt der Zehntklässler

Abschlussfahrt Klasse 10 nach Kössen in Tirol

Abschlussfahrt Klasse 10

Die Klasse 10 der Rupert Mayer Schule Spaichingen war vom 10.06. – 15.06.2018 auf Abschlussfahrt in Kössen, Österreich.

Als wir am Sonntag ankamen, bezogen wir die Zimmer und lernten das Haus und die Leitung kennen. Das Haus verfügt über einen Pool, einen Tischkicker, eine Sauna, einen Fernsehraum, zwei Trampolins, einen Billiardtisch, eine Disco und ein Airhockey und wir erkannten schnell, dass uns, trotz der eher ländlichen Lage der Unterkunft, nicht langweilig werden würde. So genossen wir gleich den Nachmittag noch bei herrlichem Wetter am Pool und übten uns im Trampolinspringen.

Am Montag stärkten wir uns zunächst bei einem leckeren Frühstück, danach ging es gemeinsam zum Raften auf die Tiroler Ache. Dabei hatten wir sehr viel Spaß und es blieb trotz Boot keiner wirklich trocken. Am Nachmittag rief uns dann bei herrlichem Wetter der Walchsee, wo wir einen geselligen Mittag im Strandbad und beim Bootfahren verbrachten.

Der Dienstag stand im Zeichen unseres Hausberges, dem Unterberg. So erklommen wir tapfer und mit viel Ausdauer den Unterberg, wohl wissend, dass wir die gleiche Strecke auch wieder zurückwandern müssen. So legten wir insgesamt um die 1600 Höhenmeter zurück, kamen in einen schlagartigen Regenschauer und standen uns Auge in Auge mit einer nicht ganz so freundlichen Kuh Herde gegenüber, die uns doch überzeugte einen weiteren Weg zu nehmen. Alles in allem war es ein anstrengender, schöner und ereignisreicher Tag.

Am Mittwoch war uns das Wetter nicht wirklich hold, es regnete den ganzen Tag. So besuchten wir das Salzbergwerk Hallein und begaben uns in schicker Schutzkleidung Untertage. Die Rutschen und das Schiff waren ein kleines Highlight des Bergwerkes. Mittags besuchten wir die Geburtsstadt Mozarts, Salzburg.

Am Donnerstag kam das letzte Highlight des Programms, das Canyoning. Wir wurden alle mit Neoprenanzügen, Helmen und Gurten ausgestattet und nach einer gründlichen Einweisung über das richtige Verhalten im Canyon begaben wir uns in die Schlucht, um uns über Wasserfälle abzuseilen, über Felsrutschen ins kalte Nass einzutauchen und Sprünge zu wagen. Bei dieser Attraktion stießen manche an ihre Grenzen, aber durch Zusammenhalt bewältigten wir die Schlucht und waren sichtlich stolz. An diesem Abend saßen wir alle zusammen am Lagerfeuer und hatten somit einen gelungen letzten Abend von einer wunderschönen Abschlussfahrt.

Insgesamt erlebten wir in Kössen eine ereignisreiche, unvergessliche Woche, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Impressionen von der Abschlussfahrt

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