Klassenfoto Stufe 10

Die EU - ein Projekt für den Frieden

Im Rahmen der Vernetzten Unterrichtseinheit „Neue Wege suchen“ machten sich unsere Zehntklässler der Werkrealschule und Realschule im Dezember auf den Weg nach Straßburg, um dort vertieft in die deutsch-französische Geschichte einzutauchen.

Mit dem Blick in die Gegenwart begann die Studienfahrt. Die Zehntklässler durften das EU Parlament besuchen. Dort erhielten sie, nach zunächst strengen Einlasskontrollen, eine kurze Einweisung in das Parlament und seine Aufgaben durch einen Mitarbeiter des Abgeordneten.

Anschließend durften sie bei einer Sitzung des Parlamentes zuschauen und konnten live miterleben, wie dort die Abläufe sind. Über Kopfhörer war es möglich das Geschehen auf Deutsch zu verfolgen.

Am nächsten Tag besuchten die Schülerinnen und Schüler eine Stätte einer sehr dunklen historischen Epoche – es ging in die KZ Gedenkstätte Natzweiler-Struthof, mit der sich die Klassen auch schon im Vorfeld im Unterricht befasst haben und die einen direkten Bezug zu Spaichingen hat. Der mehrstündige und sehr informative Rundgang vermittelte einen beklemmenden Eindruck vom Alltag und Leiden der Inhaftierten.

Beim Abendkreis tauschten sich die Schüler über ihre Eindrücke und Empfindungen aus und waren sich einig, dass so etwas nie wieder geschehen dürfe. Sie erkannten anhand dieser Reise in die Vergangenheit mit den Gräueltaten und Kriegsschauplätzen, wie tief die Feindschaft in Europa gewesen ist. Umso mehr begriffen sie, dass dieser dauerhafte Frieden, der vor allem auch durch die Europäische Union entstanden ist, ein kostbares Geschenk ist, das es zu bewahren gilt.

Die letzte Station führte die Jugendlichen zum Fort Schoenenburg welches ein Bestandteil der Ligne Maginot war. Diese war nach dem Ersten Weltkrieg errichtet worden, um eine Invasion deutscher Truppen nach Frankreich aufhalten, bzw. zumindest verzögern zu können. Die Schülerinnen und Schüler wurden in einer 2 ½ stündigen Tour durch die Anlage geführt und bekamen so einen intensiven Eindruck von der Größe der Anlage und den baulichen Besonderheiten.

So hatte im Ernstfall nicht einmal jeder Soldat ein eigenes Bett, die Betten teilten sich die drei Schichten, teilweise durften die Soldaten nicht einmal ihren Posten verlassen und mussten mit Hängematten in den Gängen vorlieb nehmen.

Danach traten die Jugendlichen die Heimreise an.

Impressionen von der Studienfahrt der beiden zehnten Klassen

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